FLICE Blog

Mehr als nur ein Blog. Mehr als nur Text. Mehr als nur im Web.

RSS 2.0

Die 5 W-Fragen zum Igelfutter


Die berühmten W-Fragen sind dazu da, sich einen komplizierteren Sachverhalt in aller Kürze zu erschließen und auf das Wichtigste zu reduzieren – ein solches Thema mit vielen Fragen ist zum Beispiel immer wieder das Igelfutter.

Jeder, der schon einmal in die Situation kam, plötzlich einen Igel gefunden oder in seinem Garten begrüßt zu haben, wird schon einmal über derlei Fragen gestolpert sein. Denn Igel richtig zu füttern ist doch etwas anderes, als seinem Hund ein wenig Dosenfutter aufzumachen oder der Katze ein paar leckere Snacks vom Einkauf mitzubringen.

Igel sind keine Haustiere, sondern Wildtiere – welche, die vom Aussterben bedroht sind überdies. Somit sollten Tierfreunde, die gerne Futter bereitstellen möchten, einiges beachten, um fachkundig und gezielt zu füttern.

 

Warum und wann füttern?

Igel mit Futter anlocken und ihn so beobachten zu wollen, war schon immer die gänzlich falsche Voraussetzung für Igelfutter. Denn grundsätzlich können sich die stacheligen Säugetiere selbst ernähren.

Die Debatte entbrennt – ähnlich wie beim Vogelfutter – immer wieder aufs Neue. Werden die Tiere durch von Menschenhand bereitgestelltes Futter bequem und stellen gar die eigene Futtersuche ein? Sorgt die zusätzliche Futterquelle für Übergewicht oder richtet sogar noch stärkere Schäden an? Bei Vögeln hat sich inzwischen die Sichtweise durchgesetzt, dass auch eine Ganzjahresfütterung sinnvoll ist, auch wenn es für diese Haltung immer noch Gegner gibt.

Beim Igel sollte die Fütterung hingegen nicht grundsätzlich erfolgen, sondern nur unter bestimmten Bedingungen: Wenn der eigene Garten kaum natürliche Futterquellen hergibt zum Beispiel. Oder wenn ein Igel zu früh aus dem Winterschlaf erwacht. Bedächtige Zufütterung – also Ergänzung – ist das Stichwort statt ausgiebiger Fütterung.

 

Was als Igelfutter geben?

Igel sind Insektenfresser. Aber keine Sorge: Igelfreunde müssen nun nicht auf die Sammeljagd nach Schnecken oder Würmern gehen. Vielmehr kann man mit einfachen Zutaten aus dem Haushalt, dem Stacheltier ein schmackhaftes Mahl bereiten: gebratenes Hackfleisch oder Rührei stehen weit oben auf der sinnvollen Speisekarte der Igelfamilien. Bestens ergänzt durch wichtiges Igeltrockenfutter aus dem Handel, das man leicht auch im Internet bestellen kann. Auf alles andere sollte man verzichten: Auch, wenn man abwechslungsreich füttern will, ist nicht alles gut, was für den Menschen gut scheint.

Die Unsitte mit der Milchfütterung hat sich inzwischen zum Glück gelegt. Aber auch Obst und Gemüse sind nichts für Igelchen.

 

Wieviel Futter?

Bitte nicht zuviel. Ansonsten überfressen sich Igel gerne einmal. Für ein normalgewichtiges Exemplar reichen etwa 150 bis 200 Gramm Igelfutter – soviel also wie etwa ein Joghurtbecher. Ein guter Richtwert.

 

Wie oft füttern?

Gefüttert wird höchstens einmal täglich, am besten in den Abendstunden.

 

Wohin mit dem Igelfutter?

Am besten ist es, Igeln eine spezielle Futterstelle im Garten einzurichten. Dies kann ein gekauftes Futterhaus sein oder eine selbstgebaute Stelle.  Wichtig ist dabei, dass diese geschützt ist, gerade vor Fressfeinden der Igel, namentlich Katze oder Fuchs. Zudem sollten derartige Igelhäuser immer nach unten offen sein, da die kleinen Tierchen gerne Kot absetzen an den Stellen, wo sie fressen. Deshalb eignen sich auch regelmäßige Standortwechsel. Keinesfalls sollten Tierfreunde Igel mit Futter in den Keller locken oder Ähnliches.

Die freie Natur ist das einzig richtige Zuhause, hier gehört auch die Futterstelle hin.

Wer sich an diesen W-Fragen orientiert, kann nicht viel falsch – sondern nur alles richtig machen zum Wohl des Igels mit hochwertigem Igelfutter.







Tags:
  • Es wurden für diesen Artikel leider noch keine Ergebnisse ermittelt...
OFF

Categories: Allgemein, Wildnis & Natur

admin

Archive

(C) 2013 - by www.flice.de | Sie lesen die Seite Die 5 W-Fragen zum Igelfutter